Wie alles begann
oder
Von der Sanitätskolonne No. 11 zur Bereitschaft Nürtingen

Der Beginn in Nürtingen

Am 8 Mai 1828 wird Jean Henry Dunant in Genf geboren

1859 - Schlacht von Solferino zwischen den Armeen von Italien und Frankreich auf der einen und Österreichs auf der anderen Seite.

Im Jahre 1862 veröffentlicht Henry Dunant sein Buch "Eine Erinnerung an Solferino".

1863. Gründung des 1. Württembergischen Sanitätsvereines. Henry Dunant gründet zusammen mit Dr. Th. Maunoir, Dr. L. Appia, G. Moynier und General Dufour das "Internationale Komitee der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege"; später Internationales Komitee vom Roten Kreuz -IKRK. Im gleichen Jahr findet eine erste internationale Konferenz in Genf an der 16 Ländern teilnehmen statt.

1864 - Unterzeichnung der I. Genfer Konvention. Das Rote Kreuz auf weißem Grund wird offizielles Schutzzeichen.

1898 - 1. Reichskonferenz des Roten Kreuzes in Stuttgart. Die 26 Deutschen Landesvereine finden sich zusammen im "Landesverein vom Roten Kreuz".

Zweiunddreißig Jahre nach dem Beginn der Rotkreuzbewegung im Jahr 1859 erfolgte die Gründung der freiwilligen Sanitätskolonne No. 11 in Nürtingen.

1891. Die Gründung einer Sanitätskolonne in Nürtingen erfolgt am 23. März auf Anregung des Vorstandes der Turngemeinschaft, Herrn Uhrenmacher Stadler. Es gibt zu diesem Zeitpunkt bereits 10 Sanitätskolonnen in Württemberg, und so bekommt Nürtingen die No. 11 zugeteilt.

Im Jahre 1892 wird die Kolonne von der Stadt Nürtingen vorbildlich ausgerüstet. Im gleichen Jahr besucht Premierleutnant und Hofrat Seine Hoheit Prinz Hermann von Sachsen-Weimar die Sanitätskolonne. Er ist mit dem hohen Ausbildungsstand und der guten Ausrüstung sehr zufrieden.

Im Frühjahr 1893 werden die inzwischen dreizehn bestehnden württembergischen Sanitätskolonnen in Ludwigsburg vorgestellt. Es sind die Kolonnen von Berg, Ludwigsburg, Ravensburg, Stuttgart, Ulm, Tübingen, Reutlingen, Biberach, Heidenheim, Geislingen, Nürtingen, Hall und Gmünd.

Der Instrukteur, Stabsarzt der Landwehr Herr Dr. med. Reichert, meldet im Jahr 1895 die Kolonnenstärke von 39 Aktiven.

1901 geht der erste Friedensnobelpreis an Henry Dunant und Frederic Passy.

1902. Nachdem jeden Monat seit der Gründung drei bis vier Unfälle zum Teil schwerster Art im ganzen Gebiet des Oberamtes Nürtingen ins Spital gebracht werden mussten, erwägt die Kolonne die Anschaffung eines Krankentransportwagens. Man denkt an eine auf bereiften Rädern befestigte Trage. Von den Herren Fabrikanten, der Bezirks- und Hilfskrankenkasse und vom Gemeinderat Nürtingen werden zu diesem Zweck 470 Mark gestiftet. Von der Firma Köhler und Co., Hoflieferant in Heidelberg, wird dann um 390 Mark ein Krankentransportwagen bestellt.

Am 25 Februar 1904 wird die Kolonne Nürtingen mit der Karl-Olga-Medaille ausgezeichnet.

Im Frühjahr 1906 wird bei Schuhmacher Karl Rieger neben dem Rathaus Nürtingen eine Unterkunft für eine Jahresmiete von 40 Mark gefunden. Das ganze Sanitätsmaterial kann dort untergebracht werden. Eine Trage mit Stangen für den Transport in Güterwagen und ein Tragetuch, um Kranke in engen Treppen zu tragen, werden gekauft. Im Vorjahr war bereits ein Verbandszelt angeschafft worden.

Jean Henry Dunant stirbt am 30. Oktober 1910 in Heiden, Schweiz.

Am 25. Februar 1912 beteiligt sich die Kolonne am Geburtstagsfest Seiner Majestät des Königs.

Am 05. Oktober 1913 wird die Abteilung Frickenhausen als Bestandteil der Kolonne Nürtingen eingesetzt. Am gleichen Tag wird die Kolonne Kirchheim/Teck gegründet.

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